Andreas Schug 03.08.2013 / Politik

Ein Protest mit dem Kugelschreiber

Flüchtlingsstreik gegen Anwesenheitskontrollen

Seit Juli verweigern Flüchtlinge im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis die Unterschrift, die ihnen zwei Mal pro Woche abverlangt wird. Mit der Signatur wird ihre Anwesenheit überprüft. Nun hat die Behörde den Streikenden zum August kein Geld mehr überwiesen und fordert, sie sollten ihren Lebensunterhalt wöchentlich abholen.

Wer an diesem Donnerstagmorgen das Kreishaus in Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis betreten will, muss »aus organisatorischen Gründen« klingeln und wird einzeln eingelassen. Für diesen Tag hat der »Arbeitskreis Asyl« angekündigt, Flüchtlinge auf dem Gang zum Sozialamt zu begleiten. Vor dem Gebäude stehen etwa 40 Unterstützer. In Sichtweite auf dem Parkplatz und an den nächsten Kreuzungen ist die Polizei mit gut 20 Beamten präsent. Nicolas Müller* ist einer der Flüchtlinge, denen die monatliche Hilfe zum Lebensunterhalt vorenthalten wurde. Er will zum Gespräch. Die Zuständige für Migration und Spätaussiedler im Kreis, Birgit Krüger, steht in der Tür und lässt drei der fünf Begleiter durch.

Der Konflikt mit dem Amt ist Anfang Juli ausgebrochen. Zunächst hatten Mitglieder vom lokalen »Arbeitskreis Asyl« die Flüchtlinge gefragt, wie sie sich ihr Leben wünschen würden, damit es schön wäre. Als große Bedürfnisse wurden jene nach so...

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