»Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns«

In Ägypten gibt es zwischen Muslimbrüdern und Militär kaum Raum für vermittelnde Stimmen

  • Von Martin Hoffmann, Kairo
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In der polarisierten und aggressiven Stimmung in Ägypten ist wenig Raum für versöhnliche Töne. Die Stimmen derer, die sich auf keine Form der Unterdrückung einlassen wollen, gehen unter.

Im aufgeheizten politischen Klima Ägyptens ist es dieser Tage nicht einfach, eine Meinung abzugeben, ohne im Voraus unmissverständlich klarzustellen, wo man nicht steht. Wer die exzessive Gewalt des Militärs gegenüber der Sitzblockade der Muslimbrüder verurteilt, wird schnell als Sympathisant der Islamisten dargestellt. Im Anti-Mursi-Lager wird der gestürzte Präsident Mohammed Mursi gerne mit Hitler verglichen, es gibt Plakate, auf denen die beiden nebeneinander abgebildet sind, darüber der Satz: »Hitler was democratically elected. So was Mursi.« (Hitler wurde demokratisch gewählt, so auch Mursi)

Auch im Lager der Muslimbrüder ist man um zweifelhafte Vergleiche und Anschuldigungen nicht verlegen. Nach dem Angriff der Armee auf das Sit-in der Islamisten sagte ein Demonstrant, die ägyptische Armee habe skrupellos um sich geschossen, wie »die Armee der Juden«. Ein weit verbreiteter Vorwurf ist, die Christen im Lande hätten die Ar...

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