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Washington erklärt Jemen zum Zentrum des Bösen

Noch mehr Drohnenangriffe gegen den Al-Qaida-Ableger auf der Arabischen Halbinsel

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Präsident Barack Obama musste angesichts der eigenen massiven Terrorwarnungen die US-Bürger jetzt vor Panik warnen - und ließ in Jemen erneut mutmaßliche Extremisten durch Drohnen töten. In Sanaa wird befürchtet, dass die Rückholaktionen westlicher Regierungen den »Interessen der Extremisten« eher dienen könnten.

Einen seltsamen Ort hatte sich Barack Obama ausgesucht, um am späten Dienstagabend (Ortszeit) über sehr ernsthafte Dinge zu reden. In der »Tonight Show« des Komikers Jay Leno erklärte sich der US-Präsident zum Überwachungsprogramm der NSA, erläuterte erstmals öffentlich, warum die Regierung zuletzt so massiv vor neuen Terroranschlägen gewarnt hat - und versuchte zugleich, mögliche Panik bei seinen Bürgern angesichts der weltweiten Reisewarnung zu ersticken: Natürlich könne man noch in Urlaub fahren, schließlich sei die Wahrscheinlichkeit, bei einem Terrorangriff zu sterben, wesentlich kleiner als bei einem Unfall. Doch »umsichtig« sollte man sich schon verhalten. Dass seine Administration dies tut, daran ließ er keinen Zweifel.

In Sanaa scheint man da nicht so sicher zu sein. Glaubt man den Erkenntnissen der US-Geheimdienste, ist Jemen inzwischen der gefährlichste Hort des internationalen Terrorismus. Deshalb haben nach andere...


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