Bewegung am Brennpunkt

Das No Border Camp 2013 verbindet Opposition zum Migrationsregime mit Systemkritik

  • Von Tobias Müller, Rotterdam
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Protestaktionen und Austausch zur Abschiebungs- und Abschottungspolitik Europas stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens von Aktivisten, die sich für die Abschaffung aller Grenzen einsetzen.

Es ist eine deutliche Botschaft, die da am Zaun in Richtung Maas hängt: »Eure Grenzen sind nicht unsere«, steht auf dem Transparent. Passanten, die Grenzen bislang als ein Naturgesetz sahen, dürften sich herausgefordert fühlen. Hinter dem Zaun indes begreift man sie als relativ: man diskutiert über diejenige zwischen den USA und Mexiko, die Zäune, die Spanien von Marokko trennen, und das strikte Regime an der Außengrenze der EU.

Seit Jahren veranstalten antirassistische Aktivisten im Sommer »No Border Camps«, um auf Grenzen aufmerksam zu machen und gegen ihre Aufrechterhaltung zu demonstrieren. 2013 ist Rotterdam an der Reihe, die niederländische Hafenmetropole. »Die Idee ist, an die Brennpunkte zu gehen, wo die Probleme entstehen«, sagt Martin Hausmann, ein Mittdreißiger, der eigentlich anders heißt. In den letzten Jahren gab es No Border Camps in der EU-Hauptstadt Brüssel, auf der griechischen Insel Lesbos - dem Zielort zahl...


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