»Sie sind tief in ihrem Territorium verwurzelt«

Der Philosoph Michael Hardt über Platzbesetzungen und die Anti-Globalisiserungs-Bewegung

Der US-amerikanische Philosoph Michael Hardt ist einer der profiliertesten Kapitalismuskritiker der Gegenwart. Der 53-jährige Literaturkritiker lehrt zurzeit in der Schweiz und den USA. Zusammen mit dem Italiener Antonio Negri schuf er mit »Empire« ein einflussreiches Buch der Globalisierungsgegner. Weitere folgten. Hardts Partner Negri hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der 80-jährige Mitbegründer des sogenannten Postoperaismus ist ein Vordenker der autonomen Bewegung. Sein politischer Aktivismus brachte ihm den Vorwurf des Terrorismus ein, weshalb er 1984 zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde und ins Exil nach Paris floh. Mit Michael Hardt sprach Simon Poelchau.

nd: Ihr jüngstes Buch »Demokratie! Wofür wir kämpfen« ist mittlerweile das vierte Buch, das Sie mit dem italienischen Philosophen Antoni Negri veröffentlicht haben. Wissen Sie noch, wie Sie sich kennenlernten?
Hardt: Ja. Es war 1987 in Paris. Wir trafen uns, weil ich damals ein Buch von ihm über den Philosophen Spinoza ins Englische übersetzte. Ich hatte damals einige Fragen an ihn. Doch im Grunde hatte ich angefangen, das Buch zu übersetzen, um eine Ausrede zu haben, ihn kennen zu lernen.

Wie ist Ihre Arbeitsteilung?
Das ist ein Mysterium. Auch für uns.

Warum?
Die eigentliche Arbeit findet in Diskussionen statt, in denen wir unsere Ideen ausarbeiten. Wenn es Zeit wird, mit dem Schreiben zu beginnen, haben wir schon entschieden, was wir sagen wollen.

Wenn Sie Ihr gemeinsames Werk betrachten: War die Reihenfolge von »Empire« zu »Demokratie« geplant?
Nein. Nach jedem Buch hatten wir offene Fragen oder sogar S...



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