Die geklaute Autobahn

Die A 7 zwischen Hannover und Kassel soll privat ausgebaut werden

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Bundesverkehrsministerium will immer mehr Autobahnabschnitte privatisieren. Jetzt ist ein Abschnitt der A 7 dran - gegen den Willen der niedersächsischen Landesregierung.

Der Bundesverkehrsminister hat entschieden: Ein rund 30 Kilometer langer Abschnitt der Autobahn 7 in Südniedersachsen soll privat ausgebaut werden. Schriftlich wies Peter Ramsauer (CSU) jetzt seinen niedersächsischen Amtskollegen Olaf Lies (SPD) zur Einleitung eines Vergabeverfahrens an. Die rot-grüne Landesregierung in Hannover ist empört und spricht von Steuerverschwendung.

Zwischen Hannover und Kassel soll die A 7 durchgängig auf sechs Spuren verbreitert werden. Auf einigen Abschnitten sind die Arbeiten bereits erledigt, an anderen Abschnitten wird gebaut, auf dem Teilstück zwischen Nörten-Hardenberg (Kreis Göttingen) und Seesen (Kreis Goslar) hat sich bislang noch nichts getan.

Hier soll der Ausbau nach dem Willen von Ramsauer im Rahmen einer sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaft (Private Public Partnership - PPP) erfolgen. Das bedeutet, dass private Unternehmen die zusätzlichen Spuren bauen und 30 Jahre für ...


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