Harald Neuber 17.08.2013 / Inland

Mehr Putschist als Professor

In Bonn bahnen sich Proteste gegen eine geplante »Henry-Kissinger-Professur« an

An der Universität Bonn soll eine Professur eingerichtet werden, die den Namen Henry Kissingers trägt. Linke Hochschulgruppen kritisieren, dass der frühere US-Außenpolitiker für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gewesen sei.

Als »makaberen Scherz« bezeichneten Vertreter der Friedensbewegung in Bonn am Donnerstagabend einen jüngst publik gewordenen Plan der städtischen Hochschule: Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität will ab dem nächsten Jahr eine Professur für Internationale Beziehungen und Völkerrecht nach dem ehemaligen US-Außenminister und Nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger benennen. Dies haben, wie es in einer Pressemitteilung der Hochschule heißt, »Verteidigungsminister de Maizière und Außenminister Westerwelle (...) beschlossen«. Während die Universitätsleitung die Stiftung begrüßt, laufen Hochschulgruppen, Friedensorganisationen und Vertreter der Parteienopposition Sturm. Sie machen Kissinger für schwerste Menschenrechtsverbrechen in Südostasien und Südamerika verantwortlich.

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