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Bahnverkehr rollt in Mainz vorerst stabil

Netzagentur droht Bahn weiter mit Zwangsgeld

Mainz (dpa/nd). Die Bundesnetzagentur hält trotz einer leichten Entspannung am Mainzer Hauptbahnhof an ihrer Drohung fest, die Bahn wegen der Zugausfälle mit einem Zwangsgeld von einer Viertelmillion Euro zur Kasse zu bitten. Es werde zwar registriert, dass die Bahn mit Notfallfahrplänen und zusätzlichen Zügen reagiert habe, sagte ein Sprecher am Montag in Bonn. Es müssten aber die nächsten Wochen abgewartet werden, um die Situation für die Bahnreisenden in der rheinland-pfälzischen Landeshaupt abschließend zu bewerten. Ein Datum, bis wann die Netzagentur ihre Entscheidung fällen wird, gibt es nach Angaben des Sprechers nicht. Die Probleme am Hauptbahnhof müssten aber vollständig beseitigt sein, betonte er.

Nach den massiven Zugausfällen der vergangenen Wochen normalisierte sich die Lage am Hauptbahnhof zum Schulbeginn in Rheinland-Pfalz und Hessen am Montag halbwegs. Es wurden für Schüler und Pendler zusätzliche Züge zum Notfallfahrplan eingesetzt, um ein drohendes Chaos zu vermeiden. 85 Prozent der geplanten Züge waren der Bahn zufolge auf den Schienen.

Unterdessen kritisierte die Eisenbahngewerkschaft EVG die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), einen Teil der Gewinne der Bahn wieder ins Unternehmen investieren zu wollen, als »ungenügend«. »Wir fordern, dass die vom Bund erhobene Zwangsdividende vollständig in das System Schiene zurückfließt - und zwar on top, ohne dass es an anderen Stellen zu Kürzungen kommt«, erklärte EVG-Chef Alexander Kirchner.

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