Bezirksämtern droht Kollaps

Personalabbau nach Koalitionsvertrag setzt Verwaltungen immer stärker unter Druck

  • Von Marlene Göring
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Endlose Schlangen vor den Bürgerämtern - daran müssen sich Berliner gewöhnen, warnen Grünen-Politiker wie zuvor auch andere Oppositionsparteien, unter anderem die LINKE. In der Landesgeschäftsstelle der Grünen berichteten am Donnerstag Kommunal- und Landespolitiker von katastrophalen Zuständen in den Bezirksämtern: Weil nach dem Koalitionsvertrag die Zahl der Angestellten in den Bezirken um knapp 1500 auf 20 000 Vollzeitäquivalente reduziert werden muss, drohe der Kollaps der Kommunalverwaltungen.

Nach dem Koalitionsvertrag erhalten die Bezirke die Stellen nach Größe zugeteilt, nicht wie früher nach den zu bewältigenden Aufgaben. Das bedeutet: Mit immer weniger Personal müssen die Bezirke immer mehr Aufgaben erfüllen. »Ich habe in allen Bereichen neue gesetzliche Aufgaben - aber keine Mitarbeiter dafür«, sagt Sybill Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung in Tempelhof-Schöneberg. Um beispielsweis...


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