... nur mal den Schröder sehen

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück kommt jetzt lieber mit Mutmacher

  • Von Hagen Jung, Hannover
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Gerhard Schröder hat sich seinem Genossen Peer Steinbrück im Wahlkampf zugesellt. Nach einem gemeinsamen Auftritt am Vortag in Detmold begleitete der Ex-Kanzler den SPD-Kandidaten am Mittwoch zu einem Auftritt in Hannover.

Auf Geheiß eines Polizisten muss der betagte Genosse am Promi-Eingang zur Wahlkampfmanege in Hannover seine große alte SPD-Fahne einrollen. Das rote Tuch soll nicht in den Weg flattern, auf dem justament Ex-Kanzler Gerhard Schröder naht. Als Mutmacher für Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der gleich unter einem großen Zeltdach erzählen will, warum man am 22. September Sozialdemokraten wählen soll. Durch Abzeichen bekennen sich viele, die zum »Kröpcke« in die Stadtmitte gekommen sind, zur SPD. Sie übertönen mit ihrem Applaus rasch die bei Schröders Erscheinen gellenden Pfiffe und Buhrufe. Von Menschen mögen sie stammen, die unter den Repressalien des Hartz-IV-Systems leiden.

Steinbrück und seine Partei haben Mutmacher bitter nötig. Bei einer Forsa-Umfrage am Mittwoch erklärten gerade mal 22 Prozent der Befragten, die SPD in den Bundestag wählen zu wollen. Für die Grünen waren es 13, für CDU/CSU 41 und für die FDP sechs Prozent. ...


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