Unten links

Heute sind es noch genau 30 Tage bis zur Bundestagswahl. Voller Entsetzen musste Forsa in dieser Woche feststellen, dass mehr als die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen nicht einmal weiß, was für ein politisches Großereignis uns wann ins Haus steht. Aber ist das denn ein Wunder? Trotz aller Nutzung der neuen Medien, trotz Videobotschaften oder Facebook-Einträgen - von Wahlkampf ist weit und breit im Lande nichts zu spüren. Weder die immer präsidialer werdende Kanzlerin mit ihrem täglich handzahmer werdenden Gefolge noch die im Nebel stochernden Sozialdemokraten in ihrer auch nicht mehr neuen Dreifaltigkeit lassen auf eine Richtungsentscheidung hoffen. Die Losungen vom »Weiter so« und der Alternativlosigkeit haben zumindest bei den Jüngeren längst ihre Spuren hinterlassen. Bei ihnen gelten ein bisschen Spötteln, ein bisschen Galle, diverse Bierzeltauftritte, Sommerinterviews und ein paar Politrentner in der Bütt als eben so aufregend wie der Mainzer Bahnhof nach 17 Uhr. oer

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