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Ein Lied in der toten Stadt

Vor 80 Jahren wurden im KZ Börgermoor erstmals »Die Moorsoldaten« gesungen

  • Von Volker Macke
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

»16 Sänger, vorwiegend Mitglieder des Solinger Arbeitergesangvereins, marschierten mit geschultertem Spaten in die Arena, ich selbst an der Spitze in blauem Trainingsanzug mit einem abgebrochenen Spatenstil als Taktstock. Wir sangen, und bereits bei der zweiten Strophe begannen die fast 1000 Gefangenen den Refrain mitzusingen. (...) Bei den Worten ›Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit dem Spaten ins Moor‹ stießen die 16 Sänger die Spaten in den Sand und marschierten aus der Arena, die Spaten zurücklassend, die nun, in der Moorerde steckend, als Grabkreuze wirkten.«

So erinnerte sich Wolfgang Langhoff später an die Uraufführung des »Börgermoorliedes« am 27. August 1933. Innerhalb weniger Jahre sollte das traurige, trotzige Lied unter dem Titel »Die Moorsoldaten« zum wohl berühmtesten antifaschistischen Protestsong der Welt avancieren. Initiiert von einem Schauspieler, getextet von einem Bergmann, komponiert von einem klei...


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