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Schwarz-Weiß-Bilder

Sprache und Rassismus

Die Berliner Sprachanalystin Antje Lann Hornscheidt sieht in der Alltagssprache zahlreiche rassistische Begriffe, die Teil der deutschen Kultur sind. »Niemand will sich bewusst rassistisch äußern oder jemand anderen mit Sprache verletzen - aber wir tun es täglich«, sagte die Professorin dem epd. Vor kurzem hatte in Hannover das Forum der Sinti und Roma die Lebensmittelindustrie aufgefordert, die »Zigeunersauce« umzubenennen, weil der Begriff »Zigeuner« eine ganze Volksgruppe diskriminiere. Lann Hornscheidt warb für mehr Achtsamkeit im Umgang mit der Sprache. »Wenn ich merke, dass ein Begriff auf mein Gegenüber verletzend oder gar traumatisierend wirkt, kann ich ihn umschreiben.« Der Wandel vom »Negerkuss« zum »Schokokuss oder Schaumkuss« zeige, wie es gehen kann, erläuterte die Wissenschaftlerin.

Problematisch blieben die Schwarz-Weiß-Bilder in der deutschen Sprache. »Das deutsche Grundbild ist weiß.« Es stehe für richtig, gut und sauber. Schwarz sei dagegen stets negativ besetzt, etwa in schwarzsehen, schwarzmalen, oder auch schwarzfahren. Dies werde in der deutschen Gesellschaft unterschwellig auch auf Menschen übertragen.

epd

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