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Zahl der Einbürgerungen 2012 gestiegen

Über 112 300 Ausländer erhalten deutschen Pass

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Wiesbaden (dpa/nd). In Deutschland sind im vierten Jahr in Folge mehr Ausländer eingebürgert worden. Besonders stark fiel der Anstieg bei Menschen aus den anderen EU-Staaten und den EU-Kandidatenländern aus, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Insgesamt bekamen 2012 mehr als 112 300 Ausländer einen deutschen Pass, das waren 5,1 Prozent oder 5400 mehr als im Jahr zuvor. »Damit liegen wir wieder im langjährigen Mittel«, sagte Gunter Brückner von der Behörde.

Die größte Gruppe der Neubürger stammt erneut aus der Türkei (33 200), gefolgt von Menschen aus Serbien, Montenegro und Kosovo (6100) sowie Polen (4500). Auffällig ist, dass sich besonders viele Griechen (4200) und Italiener (2200) nach mehreren Jahren in der Bundesrepublik dafür entschieden haben, die Staatsangehörigkeit anzunehmen. So folgt Griechenland direkt hinter Polen auf Platz 4. Die Zahl der eingebürgerten Griechen stieg binnen Jahresfrist um 82 Prozent, die der Italiener um 29 Prozent. Ein starkes Plus gab es auch bei Vietnamesen (35,9 Prozent auf 3300) und Türken (18,3 Prozent).

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