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Kein Sommer ohne Baguette

Behörden regeln die Öffnungszeiten der französischen Boulangerien in Paris

  • Von Christine Longin, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Baguette gehört zu Frankreich wie Käse und Rotwein. Doch in den Sommermonaten machen auch die Bäckereien Urlaub. Im Großraum Paris sind die Schließzeiten der Bäckereien behördlich geregelt, damit es immer frisches Brot gibt.

Kein launiger Zettel mit Sonnenschirm und Liegestuhl, sondern ein zweiseitiges Schreiben der Stadtverwaltung hängt im Fenster des Bäckers, der seine Türen bis Ende August geschlossen hat. Denn im gesamten Großraum Paris darf eine »Boulangerie« nicht einfach Ferien machen, wann sie will, sondern muss sich an die Vorgaben der Behörden halten. Ähnlich wie bei den Apotheken muss eine Grundversorgung garantiert sein. Die Regelung stammt noch aus der Zeit der französischen Revolution, als hungrige Pariser einen Bäcker aufhängten, der Brot versteckt haben soll. Die Hauptstadt solle nie mehr Mangel an Baguette leiden, lautete hinterher die Devise.

Richtig einfach ist die Suche nach dem französischen Nahrungsmittel Nummer eins in der Ferienzeit allerdings auch nicht. »Wir kennen uns hier aus, wir finden eine offene Bäckerei. Aber für die Touristen ist das schrecklich«, sagt eine Pariserin über die vielen geschlossenen Geschäfte in der ...


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