Sex, Geld und Drogen

»The Look of Love« von Michael Winterbottom

  • Von Caroline Buck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Dass man aus einem Film über einen Männermagazin-Mogul ein Pamphlet für die Pressefreiheit machen kann, darf seit Milos Formans großem »Larry Flynt« wohl als erwiesen gelten. Kleine 20 Jahre später setzt nun der Brite Michael Winterbottom einem Mann ein ähnliches filmisches Denkmal, der von den späten 1950ern bis zu seinem Tod vor fünf Jahren der vorherrschende Name in der Londoner Männermagazin- und Club-Szene war. Aber im Unterschied zu Formans Werk über Larry Flint porträtiert Winterbottoms Film seinen Protagonisten, den Porno-Unternehmer Paul Raymond, nicht als Kämpfer für die freie Rede, sondern ungleich nüchterner: als pragmatischen Wirtschaftsweisen, nimmermüden Lebemann und gescheiterten Vater.

Paul Raymond wird gespielt von Steve Coogan, und es war der Schauspieler, der diesen Raymond gern auf die Leinwand bringen wollte. Einen Mann, den der Film - nach einem Drehbuch von Matt Greenhalgh - als Geschäftsmann mit Flair ...


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