Syrien: Nun schon über zwei Millionen Flüchtlinge

UNHCR spricht von »großer Tragödie dieses Jahrhunderts« / BND soll Informationen zu Giftgaseinsatz abgefangen haben

Berlin (Agenturen/nd). Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien hat nach Angaben der Vereinten Nationen die Zwei-Millionen-Grenze überschritten. Noch vor einem Jahr habe es etwas mehr als 230.000 Flüchtlinge gegeben, die restlichen 1,8 Millionen seien binnen der vergangenen zwölf Monate hinzugekommen, erklärte das Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Dienstag. »Syrien ist zur großen Tragödie dieses Jahrhunderts geworden, einer empörenden humanitäre Katastrophe«, betonte Flüchtlingskommissar António Guterres. Einziger Trost sei die Hilfsbereitschaft der benachbarten Länder, die in großer Zahl Flüchtlinge aufnähmen und ihnen damit das Leben retteten. Die UNHCR-Gesandte Angelina Jolie ermahnte die internationale Gemeinschaft, die humanitäre Katastrophe nicht länger einfach nur hinzunehmen. Die Welt sei »tragischerweise« gespalten in der Frage, wie der Konflikt gestoppt werden könne, sagte der Hollywoodstar. »Doch es dürfte keinen Streit über die Notwendigkeit geben, das Leiden der Menschen zu erleichtern«, fuhr die Schauspielerin fort. »Wir müssen den Millionen von Unschuldigen helfen, die aus ihrem Heim verjagt wurden.« Unter anderem forderte sie die Unterstützung der Nachbarländer, um mit der wachsenden Zahl an Flüchtlingen klarzukommen. Bei den zwei Millionen handelt es sich laut UNHCR um bereits anerkannte Flüchtlinge sowie um Syrer, die den Flüchtlingsstatus beantragt haben.

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