Sven Eichstädt, Leipzig 06.09.2013 / Inland

Verbotene Verstümmelung

Asylbewerber dürfen ihre Fingerkuppen laut Bundesverwaltungsgericht nicht manipulieren

Asylbewerber müssen sich Fingerabdrücke abnehmen lassen. Doch schließt diese Pflicht die Anforderung ein, dass die Abdrücke verwertbar sein müssen? Das Bundesverwaltungsgericht hat gestern erstmals dazu entschieden.

Stellen Flüchtlinge in der Bundesrepublik einen Asylantrag, will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das über die Anträge entscheidet, ihre Identität ermitteln. Für die Nürnberger Behörde ist die Identität wichtig, um einerseits zu wissen, aus welchem Land die Schutzsuchenden stammen und ob sie in anderen Ländern der Europäischen Union schon Asylanträge gestellt haben, was eine grundsätzliche Ablehnung des Antrags in Deutschland zur Folge hat. Zu den Pflichten, die in den Paragrafen 15 und 16 des Asylverfahrensgesetzes enthalten sind, gehört es, dass die Flüchtlinge »erkennungsdienstliche Maßnahmen zu dulden« haben und dass bei allen, die älter als 13 Jahre sind, »Lichtbilder und Abdrucke aller zehn Finger aufgenommen« werden dürfen.

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