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Kindersitze müssen sicherer werden

Neuregelungen seit Juli 2013 - sie sind aber noch nicht praxiswirksam

10 400 Kinder verunglücken pro Jahr als Mitfahrer im Auto - nicht zuletzt aufgrund des unzureichenden Schutzes durch Kindersitze. Tests des ADAC offenbarten: Nicht einmal die Hälfte der getesteten Kindersitze können die Experten überzeugen. Selbst besonders teure Produkte schrammen nur knapp am Prädikat »mangelhaft« vorbei.

Kindersitze müssen ab sofort auch einen Seitenaufpralltest bestehen, ehe sie in den Handel kommen dürfen. Das verlangt eine neue Regelung der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN-ECE), die rückwirkend zum 9. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Eltern, die noch einen alten Kindersitz im Einsatz haben, können diesen aber weiter nutzen.

StVO muss erst an die neue Richtlinie angepasst werden

Bis die neuen Kindersitze in Deutschland zu kaufen sind, wird noch etwas Zeit vergehen, weil zuerst die Straßenverkehrsordnung (StVO) an die neue UN-ECE Richtlinie (ECE-R 129) angepasst werden muss. Außerdem gibt es derzeit noch keine Autos, in die die neuen Sitze eingebaut werden dürfen, da es auch dafür einer Zulassung bedarf.

Der ADAC begrüßt die strengeren Regeln für die Zulassung von Kindersitzen. Beim jährlichen ADAC-Kindersitztest gehöre der Seitencrashtest schon seit 14 Jahren zum Standard, teilt der Verkehrsclub mit.

Wenn die Kindersitze nach dem neuen Sicherheitsstandard auf dem Markt sind, gilt für diese eine weitere Neuregelung: Kinder bis zum Alter von 15 Monaten müssen entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Das rückwärtige Sitzen ist für kleine Kinder sicherer, weil der empfindliche Nackenbereich beim Unfall dadurch besser geschützt ist, sagen Experten vom ADAC und können das mit Testergebnissen belegen.

Bisher hätten Eltern ihre Kinder häufig zu früh in einen vorwärtsgerichteten Sitz gesetzt, weil die aktuell geltenden neun Kilogramm bei Babys bereits ab rund acht Monaten erreicht werden können.

Größe und Gewicht des Kindes maßgebend

Bei Auswahl des Kindersitzes kommt es auf Größe und Gewicht an. Ein Kindersitz wird anhand der Körpergröße ausgewählt. Eltern soll es so leichter fallen, den passenden Sitz zu finden. Der ADAC empfiehlt, während der mehrjährigen Übergangsphase, in der die alte (ECE-R 44) und die neue Richtlinie (ECE-R 129) gelten, Größe und Gewicht des Kindes beim Kauf eines Sitzes genau zu kennen. Damit ein Kindersitz das Kind bei einem Autounfall schützen kann, ist auf den korrekten Einbau laut Bedienungsanleitung und auf den richtigen Gurtverlauf zu achten.

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