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EU will Kosten für Roaming anschaffen

Kommission setzt auf zweigleisige Strategie

Brüssel (AFP/nd). Die Europäische Kommission hat die Vorstellung ihres Plans zur Abschaffung der Roaminggebühren auf Donnerstag verschoben. Das teilte ein Sprecher der Behörde am Dienstag mit. Der Plan ist Teil eines Pakets zur Neuregelung des Telekommunikationssektors, den Kommissarin Neelie Kroes demnach nun später als ursprünglich vorgesehen der Öffentlichkeit präsentieren will.

Um die Gebühren für Handygespräche im Ausland abzuschaffen, setzt Kroes nach Angaben aus informierten Kreisen auf eine zweigleisige Strategie. »Wir schlagen vor, dass alle Mobilfunkanbieter ein EU-weites Flatrate-Bündel anbieten«, heißt es in einem Arbeitspapier. Dadurch erhielte jeder Kunde »die Wahl, Roaminggebühren von 2014 an zu entkommen«. Bei Reisen ins EU-Ausland wäre damit Schluss mit der Extraberechnung von jedem Anruf, jeder SMS und jeder Verbindung ins Internet.

Die Firmen wären nicht gezwungen, eine solche Flatrate anzubieten. Weigern sie sich, müssten sie den Kunden aber die Wahl eines anderen Anbieters erlauben, sobald er ins europäische Ausland reist, hieß es weiter. Diesen Tarif sollen die Kunden einfach über ihr Mobiltelefon wählen können. Die Flatrate oder die Wahlmöglichkeit würden den EU-Plänen zufolge schrittweise zwischen Juli 2014 und Juli 2016 eingeführt.

Eine Warnung kommt aus dem Europaparlament: Die SPD-Abgeordnete Petra Kammerevert urteilte, dass mögliche Ersparnisse beim Roaming durch Teuerungen auf anderem Gebiet ausgeglichen werden könnten. Zudem kritisierte die Parlamentarierin andere geplante Regelungen. Diese stellten die Netzneutralität in Frage. Dabei geht es um die Frage, ob bestimmte Internetinhalte bevorzugt und dann schneller durch das Datennetz geleitet werden dürfen als andere.

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