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Diesseits des 11. September

Die Jahrestage des Putsches in Chile sind Tage des Kampfes für eine gerechtere Gesellschaft

  • Von Manuel Guerrero Antequera
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Putsch vom 11. September 1973 in Chile gegen die Regierung Allende löste weltweit Wut, Empörung und eine riesige Welle der Solidarität mit den Opfern aus. Linke, demokratische Kräfte verstehen das Datum als Tag des Widerstands und des Kampfes.

Der 11. September 1973 erscheint vor unserem kollektiven geistigen Auge als Tag der Katastrophe - der Katastrophe des Wortes, der Rede, der Möglichkeit, Konzepte zu entwickeln, um eine Debatte zu eröffnen, Argumente abzuwägen, andere zu überzeugen. Die Ereignisse jenes Tages zielten darauf ab, das chilenische Volk im Allgemeinen und die Linke im Speziellen an ein Datum des unwiderruflichen, bitteren und düsteren Schmerzes zu fesseln.

Nun begehen wir einen weiteren 11. September. Den Tag, an dem Präsident Salvador Allende ermordet wurde, bevor er eine Volksabstimmung anberaumen konnte, damit das Volk als eigentlicher Souverän über sein Schicksal bestimmt. Jeden 11. September wird die Stimme des Präsidenten erneut erstickt, um für alle Zukunft an den Preis des Hasses jener zu erinnern, die sich aus privilegierter Position für die Besitzer der lebendigen Welt halten.

Chile hatte schon zwei Aufstände gegen die konservative R...


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