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Sie holten zum Schlag aus

Vor 40 Jahren stürzten Militärs die Regierung der Unidad Popular in Chile

  • Von Jürgen Reents
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Es waren nicht alle empört, als das chilenische Militär die Regierung von Salvador Allende stürzte. Die »Bild«-Zeitung schrieb am 12. September 1973, dem Tag nach dem Putsch: »Drei Jahre Marxismus - und Chile war kaputt«. Sie erfüllte die Rolle des Militärlautsprechers: »Jetzt hat die Armee nicht mehr länger stillgehalten. Vor Nachahmung wird daher gewarnt.«

Auch der unmittelbar begonnene Terror, die Verschleppungen, Folterungen und Ermordungen von Anhängern der Unidad Popular schreckten nicht überall. Die »Bild«-Schwester für die Krawatten tragende Rechte, »Die Welt«, schrieb am 2. Oktober: Die Menschen fühlten eine »Befreiung von dem Alpdruck, den Allende und, mehr noch, seine Trabanten für sie bedeutet haben«. Die Zeitung wusste auch: Sechs zunächst mit inhaftierte Bundesbürger hätten ihre Pässe zurückerhalten. Und: »So behutsam die Junta mit diesen Deutschen verfuhr, so schonend ging sie auch mit Blut und Gut der Chilenen ...


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