Velten Schäfer 12.09.2013 / Politik

»Verzerrtes Bild«

Nach dem Fall Mollath sehen sich Psychiater zu Unrecht am Pranger - Betroffene protestieren

Jahrelang stand die forensische Psychiatrie unter dem Druck des Boulevard-Populismus: Der Vorwurf lautete, sie entlasse zu leichtfertig gefährliche Patienten. Nun meint die Psychiatrie-Gesellschaft, sich wieder mehr in der Gegenrichtung verteidigen zu müssen - ein Ortstermin.

Nina Hagen ist tatsächlich gekommen. Die Sängerin trägt Plateauschuhe und ist auch sonst bestens aufgelegt. Sie stellt sich zu dem Häuflein Protestierer vor der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung. »Ich bin doch auch schon so alt wie Mick Jagger«, entschuldigt sie sich kurz - und beginnt sofort mit dem Kundgebungsgeschäft: »Tschuh, tschuh, tschuh! Hier steht der Zug Richtung Freiheit«, deklamiert sie, »dieser Zug ist nicht für Menschenverkenner und Hexenverbrenner!«

Anlass der Kundgebung vom »Verband der Psychiatrie-Erfahrenen« ist eine Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGGPN). Die Gesellschaft hat Journalisten in eigener Sache eingeladen. Anlass ist der Fall des offenbar zu Unrecht in der Psychiatrie festgehaltenen Gustl Mollath. Und so geht es vor allem um Medienschel...

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