Ferne und Nähe im Wechselspiel

Ölmalerei und Druckgrafik von Volker Scharnefsky in der Galerie der Berliner Graphikpresse

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Von Berlin bis an die Küste« lautet der Titel, den der Berliner Maler und Grafiker Volker Scharnefsky dieser Ausstellung mit seinen scheinbar protokollartigen und doch so poetischen Arbeiten gegeben hat: Natur- und Stadtlandschaften, Ansichten von Berlin, Straßen im Regen, Industriegebäude, Häuserfassaden, Hofblicke, Menschen mit aufgespannten Schirmen, Baumalleen, Wald-, Wiesen- und Seestücke, Küstenbilder.

Eigentlich sehr traditionelle Themen. Die Berliner Lokaltradition ist unverkennbar. Scharnefsky bringt die »berlinische Stimmung der Stimmungslosigkeit« zum Ausdruck, wie das Paul Westheim einmal angesichts der Berliner Straßenbilder von Gustav Wunderwald bezeichnet hat. Diese besondere Stimmung findet sich schon in den Bildern von Otto Nagel, Werner Heldt oder Arno Mohr, in den Gemälden von Konrad Knebel oder Hans Otto Schmidt, um nur einige zu nennen. Bei Scharnefsky aber wird die Zeichnung zurückgedrängt, die Gemälde l...

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