Werbung

Kein Projekt für muslimische Häftlinge

(epd). Ein Seelsorgeprojekt für muslimische Häftlinge in Berlin ist einem Zeitungsbericht zufolge bereits vor dem offiziellen Start eingestellt worden. Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) habe das Projekt bereits im August gestoppt, weil es bei einzelnen Personen Hinweise auf einen salafistischen Hintergrund gegeben habe, berichtet die in Berlin erscheinende »tageszeitung«.

Sieben muslimische Verbände hatten den Angaben zufolge die Arbeitsgemeinschaft Muslimische Gefängnisseelsorge e.V. gegründet, die anschließend insgesamt 30 Seelsorger ausbildete. Bereits im Januar dieses Jahres sollten sie ihren Dienst antreten. Justizsenator Thomas Heilmann habe aber die Vertragsunterzeichnung immer weiter aufgeschoben, bis das Projekt im August gestoppt wurde, hieß es.

Gegen welche Personen sich die Sicherheitsbedenken richteten, sei dem Verein nicht mitgeteilt worden. Weiter hieß es, die Integrationsbeauftragte des Senats, Monika Lüke, wolle sich bei der Justizverwaltung für eine Fortführung des Projekts zur Seelsorge einsetzen. In den Gefängnissen bestehe massiver Bedarf an muslimischen Seelsorgern. Anders als katholische oder evangelische Insassen, hätten Muslime keine festen Ansprechpartner.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln