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Streit um Jeans eskalierte

Gewaltakt in Eisenhüttenstadt teilweise aufgeklärt

Eisenhüttenstadt (dpa/nd). Ein Streit darüber, ob muslimische Frauen Jeans tragen dürfen, war Anlass der gewaltsamen Auseinandersetzung unter Flüchtlingen aus dem Kaukasus in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) im Juli. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen gegen den Haupttäter und weitere Verdächtige, wie aus einer Antwort von Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Der Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber bekam den Auftrag, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Im Juli war es unter Asylbewerbern zum Streit über das Tragen von Jeanskleidung gekommen. Das spätere Opfer hatte sich in dieser Hinsicht liberal gezeigt und wurde deshalb mit seiner Frau von einer Gruppe von Männern angegriffen. Zunächst hieß es, die Angreifer hätten der Frau in den Bauch getreten, wodurch sie ihr ungeborenes Kind verloren habe. Jetzt erklärte Holzschuher, sie sei - anders als ihr Mann - unverletzt geblieben. Auch lägen keine Hinweise vor, dass die Täter der radikalen Bewegung »Kaukasus-Emirat« angehören.

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