Obama sagt den CO2-Emissionen den Kampf an

US-Umweltbehörde gibt Grenzwerte vor, die Kohlekraftwerke bisher nicht erreichen

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die US-amerikanische Umweltbehörde hat erstmals CO2-Grenzwerte für Kraftwerke vorgelegt. Diese betreffen vor allem Kohlekraftwerke.

Die konservativen Republikaner liefen schon vor der offiziellen Bekanntmachung Sturm: Präsident Barack Obama habe der Kohle den Krieg erklärt, hieß es martialisch von Seiten des politischen Gegners.

Tatsächlich macht die demokratische Obama-Regierung, die ein Jahr lang an neuen Grenzwerte für Kohlendioxidemissionen von Kraftwerken arbeitete, nun ernst. Die Vorgaben, die über die kommenden Jahre eingeführt werden sollen, beschränken die Emissionen für neu errichtete Gaskraftwerke auf 454 Kilogramm CO2 pro Megawattstunde Leistung. Für neue Kohlekraftwerke liegt der Wert bei 500 Kilogramm. Letztere stoßen aktuell mehr als 800 Kilogramm aus. Für den republikanischen Senator Mitch McConnell sind die Folgen klar: »Für Familien aus Kentucky bedeutet dies, dass ihren Arbeitsplätzen der Krieg erklärt wird.« Damit halte Obama seine Zusage ein, »unsere Kohlekraftwerke zu schließen«.

Zum ersten Mal gibt eine US-Regierung derartige G...


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