Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

»Usagi« sucht Philippinen und China heim

Fast 50 Menschen sterben durch den Taifun

Der Taifun »Usagi« hat auf den Philippinen und in Südchina gewaltige Schäden angerichtet und mindestens 48 Menschen getötet. Es ist der bisher schlimmste Wirbelsturm des Jahres. Er brachte sintflutartige Regenfälle, heftige Böen und Überflutungen. Mit voller Wucht raste »Usagi« (Hase des Himmels) in der Nacht zum Montag über die südchinesische Küste. Mindestens 25 Menschen kamen in China ums Leben.

Auf den Philippinen starben 23 Menschen. Zwei Tage nachdem der Taifun auf der Inselgruppe schwere Verwüstungen angerichtet hatte, wurden allein nach einem Erdrutsch in der nördlichen Region von Zambales 20 Leichen geborgen. Auch am Montag waren noch Ortschaften überflutet. Auf seinem weiteren Weg an Taiwan vorbei wurde »Usagi« sogar kurzfristig als »Super-Taifun« eingestuft. Er traf Sonntagabend nördlich von Hongkong bei Shanwei auf Chinas Küste. Rund 8500 Häuser wurden zerstört. Der Sturm schob das Meerwasser in die Küstenstädte. »Die Wellen waren bis zu zwei Meter hoch«, schilderte der Besitzer eines Fischrestaurants nicht weit vom Strand in Nanao nahe der Stadt Shantou.

300 000 Menschen mussten evakuiert werden, berichtete Xinhua. Die Behörden schätzten die direkten wirtschaftlichen Schäden auf über sieben Milliarden Yuan (850 Millionen Euro). Mehr als fünf Millionen Menschen seien betroffen. Der Sturm erreichte Geschwindigkeiten bis 160 Kilometer pro Stunde. »Es ist der stärkste Taifun, den ich je erlebt habe. Schrecklich«, sagte Luo Hailing, Mitarbeiter einer Tankstelle in Shanwei. Der Sturm unterbrach Strom- und Wasserversorgung. Rund 50 Zugverbindungen wurden bis Dienstag ausgesetzt. Hunderte Flüge fielen aus. Allein in Hongkong wurden 350 Flüge abgesagt.

Die Schulen in 14 Städten blieben am Montag geschlossen. Zehntausende Fischerboote waren in die Häfen zurückgerufen worden. Vier der sechs Reaktorblöcke des Dayawan Atomkraftwerkes wurden vorsichtshalber auf eine niedrigere Auslastung heruntergefahren. dpa

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln