Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Einer zu viel

  • Von Mathias Wedel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die vergangene Woche hatte es in sich für Menschen, die die Freiheit so lieben wie unser Bundespräsident: Erst waren sie traurig und weinten, stellten Teelichter ins Straßenbegleitgrün und Schilder: »Warum?« und »Du bist in unserem Herzen« und »Mach's gut, wir sehen uns in der Freiheit wieder!«. Dann brach die Wut aus ihnen heraus!

Sie, geschätzte Leser, haben von all dem nichts mitgekriegt? Das mag sein - eine innenpolitische Petitesse hatte die Deutschen in Beschlag genommen. Auch die Medien. Lediglich das furchtbare Klassikradio schien die bleierne Trauer, die seine Hörer ergriffen hatte, zu spüren und spielte unablässig das Air von Bach.

Was war passiert? Am Montag war ein junger Mann in den koreanischen Fluß Imjin gestiegen, nicht etwa um ein Bad zu nehmen: Er wollte frei sein, von einem Staat zum anderen schwimmen, so wie es für uns, sofern wir das Seepferdchen erworben haben, selbstverständlich ist.

Er wurde...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.