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Schmutzige Finger

Folter und Verfolgungsjagd – das kontroverse Computerspiel »Grand Theft Auto V«

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der Zahn will einfach nicht herausbrechen. Störrisch klammert sich die Wurzel am Kiefer fest. Schmerzhaft schlagen die Nervenbahnen Alarm. Die Schreie des gefesselten Opfers werden immer unerträglicher. Schließlich – nach unendlichen 30 Sekunden – bricht das Kauwerkzeug heraus. Doch die Tortur ist noch nicht zu Ende. Erst wenn Stromschocks und Waterboarding zum Einsatz gekommen sind, wird das Opfer erlöst – und der Spieler.

Denn die Szene stammt nicht aus einem CIA-Verließ in Kandahar oder einem Keller der mexikanischen Drogenmafia, sondern ist Teil der neuen, fünften Folge des Computerspiels »Grand Theft Auto« (GTA). Der jeweilige Spieler zieht den Zahn, indem er an der Steuerung dreht – und ist danach ähnlich nassgeschwitzt wie Trevor, der ferngesteuert folternde Spielcharakter.

Es gibt nicht wenige Spieler, die an dieser Stelle aussteigen, wie etwa Franz Liebl vom Bayerischen Rundfunk. Der war nach der Folter-Szene »f...


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