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Neukölln hat Lücken

Studie bescheinigt dem Bezirk hohes Potenzial für neue Wohnungen

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Das Thema Wohnungsneubau ist Dauerbrenner in Berlin. Wenn es um (mietsteigernde) Sanierungen oder den Neubau von Wohnungen geht, standen indes Stadtteile wie Prenzlauer Berg und Friedrichshain im Vordergrund. Doch der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen wirft beinahe schon ein Auge auf Reinickendorf und Spandau und ganz offiziell rückte nun ein Bezirk in den Fokus, der im Berliner Süden über betuliche Einfamilienhausviertel ins Umland wächst.

Platz für vermutlich ein paar Tausend neue Wohnungen soll im Neuköllner Süden sein, das besagt zumindest eine am Dienstag vorgestellte Studie des Stadtentwicklungsamtes Neukölln, die in engem Zusammenhang mit dem derzeit von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt erarbeiteten Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen steht.

Insgesamt hat der Bezirk nach Ansicht der »unabhängigen Experten« ein langfristiges Potenzial von etwa 8300 neuen Wohneinheiten auf 41 untersuchten Flächen. Ein Teil dieser Wohnungen soll demnach auf »kleinen Einzelflächen vorrangig in den Einfamilienhausgebieten im Süden Neuköllns, durch Verdichtungsmöglichkeiten im Norden Neuköllns durch Dachgeschossausbau sowie die behutsame Nachverdichtung in bestehenden Großwohnsiedlungen« entstehen können. Bis 2016 soll etwa ein Viertel davon umgesetzt werden.

»Gerade zur kurzfristigen Bedarfsdeckung kann es weiterhin Engpässe geben«, sagt Bezirksstadtrat Thomas Blesing (SPD) zur Präsentation der Untersuchung. Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen sowie zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren bedürfe es daher - zur Umsetzung der generellen Ziele der Wohnbaupotenzialstudie - auch einer entsprechenden Personalausstattung in den bezirklichen Stadtentwicklungsämtern. »Ich hoffe, diese Unterstützung gerade im Hinblick auf das gemeinsame Ziel des Senats und der Bezirke, neuen Wohnraum zu schaffen, zu erhalten.«

Eine wesentliche Aussage der Studie dürfte wohl vor allem die Kleingärtner interessieren. Laut Stadtentwicklungsamt müssen nicht alle »Potenzialflächen realisiert werden«. Das gilt vor allem für solche Flächen, die als »Vorbehaltsflächen« für soziale Infrastruktur gekennzeichnet sind, für potenzielle Grünflächen oder Flächen, die nach dem Kleingartenentwicklungskonzept langfristig geschützt sind.

Staatssekretär Ephraim Gothe begrüßte, »dass der Bezirk Neukölln, der bislang nicht im Fokus des Neubaugeschehens steht, aktiv die Voraussetzungen schafft, den Wohnungsmarkt mit Wohnungsneubau zu entlasten«.

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