Plötzlich eine Aufgabe

In einer Jobcenter-Maßnahme warten junge Künstler auf das Leben

  • Von Marlene Göring
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Studium abgebrochen, keine Lehrstelle, kein Job – und jetzt? In Berlin-Wedding vermittelt das Jobcenter junge Arbeitslose in eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie lernen Kunst. Und warten darauf, dass sie endlich losgeht, die Karriere. Von Zukunftsangst und mutigen Köchen.

»Oh Gott, Mama, die stecken mich in eine Maßnahme!« Erschrocken und besorgt war Janina Wagner, als sie ihre Mutter nach einem Jobcenter-Besuch vor ein paar Monaten anrief. Wieder so ein sinnfreies Training würde auch die neue Sachbearbeiterin, Janina gerade erst zugeteilt, ihr aufdrücken.

»Mein zweites Zuhause« nennt Janina heute liebevoll die ehemalige Schlecker-Filiale, in der das Berliner Programm »Kunstharz - Grundqualifizierung in gestalterischer Arbeit« seine Werkstatt hat. Gerade hat Janina ihre erste Ausstellung in deren Räumen hinter sich. Täglich von 9.30 Uhr bis irgendwann am Nachmittag lernt die ausgebildete Fotografin hier Zeichnen, Design, Grafik. »Jeden Tag produzieren, das ist harte Arbeit«, sagt die 23-Jährige. Vom Amt bekommt sie 1,50 Euro die Stunde dafür.

Über ein Jahr war Janina nach der Fotografie-Lehre arbeitslos. Dabei hat sie alles: eine eigene Webseite, eine gute Kamera, Kontakte. Sie fotografie...

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