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Keine Versicherung bei privaten Telefonaten

Rechtsfrage

Darmstadt (epd). Während privater Telefongespräche am Arbeitsplatz sind Arbeitnehmer nicht gesetzlich unfallversichert. Das hessische Landessozialgericht in Darmstadt wies in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil die Klage eines Lagerarbeiters zurück. (AZ: L 3 U 33/13)

Der Mann wollte während der Arbeitszeit seine Frau anrufen und hatte wegen des Lärms und schlechter Verbindung die Lagerhalle kurz verlassen. Auf dem Rückweg blieb er mit dem Bein an einer Laderampe hängen und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Die Berufsgenossenschaft wollte keinen Berufsunfall anerkennen.

Dieser Ansicht folgten auch die Darmstädter Richter. Gesetzlicher Unfallschutz bestehe nur, wenn ein Unfall infolge einer versicherten Tätigkeit eintrete. »Persönliche Verrichtungen« wie Einkäufe hätten in der Regel eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes zur Folge. Eine Ausnahme gebe es lediglich für »ganz nebenher« erledigte private Angelegenheiten. Das treffe jedoch nicht auf den vorliegenden Fall zu.

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