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Verfahren gegen »Waldjunge Ray« eingestellt

Holländer, der sich 29 500 Euro Unterstützung erschlich, zu 150 Arbeitsstunden verdonnert

Peter Kirschey berichtet aus Berliner Gerichtssälen

Die Geschichte könnte glatt von mir sein. Als frühjugendlicher Knabe träumte ich vom Leben im Wald, unter wilden Tieren, einer, der kämpft wie Robin Hood für die Armen und Entrechteten. Daraus wurde nichts.

Dieser Robin, um den es hier geht, hatte auch sehr viel Fantasie und landete dafür gestern vor Gericht. Das Urteil folgte nach nur einer knappen Stunde Verhandlung. Für sein abenteuerliches Märchen und die materiellen Folgen wollte ihn die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und Erschleichung von Jugendhilfeleistungen in Höhe von 29 500 Euro verurteilen lassen. Doch die Vorsitzende Richterin wollte nicht strafen, sondern erziehen. Sie stellte das Verfahren vorläufig ein. Im Gegenzug muss der schmächtige junge Mann 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und an Beratungsgesprächen teilnehmen. Kommt er den Auflagen nach, wird das Verfahren endgültig eingestellt.

Glei...


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