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Was für ein Wort

Maßregelvollzug

  • Von Eckart Roloff
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wenn doch die Sprache schreien könnte - dann wären beispielsweise diese Wörter beim Schreien dabei: Kollateralschaden, morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich, naturidentische Aromastoffe, alternativlos und freisetzen (statt entlassen, kündigen, arbeitslos machen).

Doch da ist noch so ein Wort, erst seit ein paar Monaten ins öffentliche Bewusstsein gehoben, für die Leute vom Fach eine Routinevokabel seit Jahrzehnten: Maßregelvollzug. Im Fall Mollath spielte er eine tragende Rolle. Was Gustl Mollath jahrelang mitgemacht hat, das war Maßregelvollzug.

Wie sich schon das anhört: Vollzug. Da wird also etwas vollzogen, durchgezogen von starker Hand, ohne Rücksicht auf die berühmten Verluste, die es dabei gibt, und wie! Man kennt das vom Strafvollzug und von den Justizvollzugsanstalten her, die früher einmal Zuchthäuser und Gefängnisse hießen. Dabei sind auch Gerichte Justizvollzugsanstalten. Da wird doch Justiz vollzog...


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