Der zum Verbrecher nicht taugte

»Gregor Gysi trifft ...« im Deutschen Theater den Sänger und Komponisten Konstantin Wecker

  • Von Marlene Göring
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

An genau diesem Tag, vor genau 130 Jahren, wurde das »Deutsche Theater« geboren. Das Berliner Possentheater spielte 1883 zum ersten Mal Ernsthaftes: Schillers »Kabale und Liebe« läutete eine neue Ära ein. An einem Sonntagmorgen über ein Jahrhundert später steht der Fraktionschef der LINKEN auf der Bühne. »Gregor Gysi trifft ...« - ein Name vervollständigt nun den Schriftzug auf dem kargen Bühnenbild: Konstantin Wecker, Liedermacher, Komponist, Schauspieler - und Rockstar seiner Gilde.

Gregor Gysi, Meister der leisen Ironie, und Wecker, der noch Pathos hat, wenn er melancholisch ist. Ein Theatermann, der seine Stimme in dem kleinen Saal dämpft, wenn er in urwüchsigem Deutsch aus seinem Leben erzählt. »Man sagte mir davon«, beschreibt er das Wenige, das er über seinen Großvater weiß, der ein erfolgreicher klassischer Sänger war. Der Vater dagegen, »ein sanfter Mann«, hat ihn von jüngstem Alter an geprägt. Der Kindersopran und de...


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