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Auf dem Weg

Olaf Standke über die Vernichtung der Massenvernichtungswaffen in Syrien

In Beirut sind die rund 20 Experten der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) auf ihrem Weg nach Syrien gestern schon eingetroffen, in einem von der Bundesregierung gecharterten Flugzeug. Von dort sollte es dann über Land weitergehen nach Damaskus. In der nächsten Woche wird eine zweite Gruppe folgen. Erstes Ziel der dann knapp 100 Spezialisten: Einrichtungen des Assad-Regimes für die Produktion sowie das Mischen und Füllen von C-Waffen und Munition zu zerstören. Noch im vergangenen Jahr wurde nach jüngsten Erkenntnissen aus Deutschland chemiewaffentaugliches Material nach Syrien geliefert. Ein Grund mehr, dass Berlin die geplante Kontrolle und Zerstörung der syrischen Giftgase und ihrer Komponenten logistisch und finanziell unterstützen will.

Laut OPCW-Schätzungen verfügt Damaskus über rund 1000 Tonnen Kampfstoffe. Bis Mitte 2014 soll Syrien nach einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates nun endlich frei sein von diesen Massenvernichtungswaffen - ohnehin eine schwierige Aufgabe, unter den Bedingungen des gnadenlosen bewaffneten Konflikts im Lande aber besonders kompliziert. Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Regierung wie die aufständischen Regierungsgegner gemeinsam gewährleisten, dass die UN-Experten freien und sicheren Zugang zu den fristgemäß gemeldeten Lager- und Produktionsstätten erhalten. Vielleicht sogar als Anfang einer umfassenden Waffenruhe.

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