Rat und Raum für Neuankömmlinge

Nach Krawallen in Chemnitzer Flüchtlingsheim fordert die Opposition einen Politikwechsel

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach den Krawallen in einem Flüchtlingsheim in Chemnitz setzt Sachsens Innenminister auf Härte. Falsch, sagt die Opposition, die vielmehr Verbesserungen bei Unterbringung und sozialer Betreuung als Ausweg sieht.

Wenn Ali Moradi und seine Kollegen vom Sächsischen Flüchtlingsrat neu angekommene Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz beraten, findet das Gespräch im Auto vor dem Tor statt. Einen Raum im Gebäude habe der Verein nie erhalten, sagt Moradi.

Das ist symptomatisch für die Zustände in der ehemaligen Kaserne am Stadtrand von Chemnitz, die nach außen abgeschottet ist und in der große Platznot herrscht. Beides dürfte zu einer Eskalation in der vorigen Woche beigetragen haben, bei der es heftige Krawalle zwischen Gruppen von Flüchtlingen gab. Brandsätze wurden gezündet, Menschen teils schwer verletzt. Nur massive Polizeieinsätze konnten die Lage beruhigen.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig will Wiederholungen mit Härte verhindern. In der Einrichtung werde es fortan Polizeistreifen und anlasslose Kontrollen der Unterkünfte geben, sagte der CDU-Mann. Zudem solle nach Ablehnung von Anträgen auf Asyl flotter abge...


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