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Abwehr der braunen Flut

700 Menschen protestierten im sächsischen Döbeln

Döbeln (epd/nd). Im sächsischen Döbeln haben am Samstag rund 700 Menschen gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestiert. Die rechtsextreme NPD-Nachwuchsorganisation JN habe für ihre Kundgebung etwa 350 Anhänger aktiviert, teilte die Polizei mit. Hintergrund für den Aufmarsch unter dem Motto »Der Drang nach Freiheit« war das Verbot der Gruppierung »Nationale Sozialisten Döbeln« (NSD) durch Innenminister Markus Ulbig (CDU) im Februar 2013. Entlang der Aufmarschroute habe es »Proteste in Hör- und Sichtweite« gegeben, hieß es. Die Gegenaktionen auf Initiative des Bündnisses »Döbeln ist bunt« begannen bereits am Vormittag mit einem Programm unter Mitwirkung des Döbelner Theaters. Auf einer Kundgebung kamen unter anderem Vertreter der evangelischen Kirche sowie aus Politik und Gesellschaft zu Wort. Das Bündnis bekräftigte in einem Aufruf, Döbeln werde nach dem überstandenen Hochwasser nunmehr auch »die braune Flut abwehren«. Die JN versuche, die sächsische Kreisstadt in der rechten Szene als Symbol für ihren Kampf zu etablieren.

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