Getrübte Freude

Menschenrechtler wollen bei Olympischem Fackellauf Kritik an russischer Regierung und IOC unterstreichen

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vier Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi hat Gastgeber Russland offiziell die Olympische Fackel in Moskau in Empfang genommen. Das Symbol der Spiele landete mit einer offiziellen Delegation russischer Sportler und Politiker am Sonntag auf dem Flughafen Wnukowo-3. Das Feuer war zuvor in Olympia entfacht worden.

15 000 Männer und Frauen werden ab heute das Olympische Feuer von Moskau aus in 123 Tagen quer durch Russland tragen und dabei rund 65 000 Kilometer zurücklegen. Das, so Dmitri Tschernyschenko, der Chef des Organisationskomitees, sei eine Entfernung, die dem zweieinhalbfachen Umfang des Äquators entspricht und damit »ein Rekord, der nicht zu brechen ist«. Massiv getrübt werden könnte die Freude durch eine weltweite Kampagne, die Amnesty International (AI) am gleichen Tag startet.

Die Olympische Fackel, drohte düster der Chef der russischen Sektion von AI, Sergei Nikitin, werde ihr Licht auch auf Menschenrechtsverletzungen werfen, die die Machthaber hinter festlichen Dekorationen verstecken möchten. Aktive und Fans sollen nichts davon erfahren, wie demokratische Grundrechte in Russland immer weiter eingeschränkt werden. Allein 2012 habe es in Moskau über 600 Festnahmen bei Veranstaltungen von Regimekritikern gegeben.

Die ...

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