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Notlösung

Simon Poelchau über Janet Yellen als neue Chefin der US-Notenbank Fed

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Barack Obama will offenbar Janet Yellen als nächste Chefin der US-Notenbank Fed nominieren. Eine Liebeshochzeit ist es zwischen dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und der derzeitigen Fed-Vizepräsidentin sicherlich nicht. Doch bleibt Obama nicht viel anderes übrig.

Um den dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwung in den USA zu stabilisieren, müsste der Staat jetzt in neue Arbeitsplätze investieren. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Haushaltsstreit zwischen Republikanern und Demokraten droht die US-Wirtschaft zu lähmen. Den schlimmsten Fall, eine Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten, möchte sich keiner ausmalen. Da ergibt es Sinn für Obama, dass er eine Frau wie Yellen als Fed-Chefin vorschlägt. Denn die renommierte Volkswirtin ist als Befürworterin einer lockeren Geldpolitik bekannt. Sie steht für eine Notenbankstrategie, bei der die Geschwindigkeit der Gelddruckmaschinen lieber noch ein bisschen erhöht wird, anstatt einen Konjunktureinbruch und steigende Arbeitslosigkeit zu riskieren. Doch diese Aufgabe, die der Fed seit Beginn der Finanzkrise auferlegt wurde, kann sie nicht auf Dauer erfüllen. Denn wird die Wirtschaft nicht auch anderweitig stimuliert, dann gerät sie in eine Situation, die gemeinhin Liquiditätsfalle genannt wird. Die Notenbank kann dann so viel Geld drucken, wie sie will, ohne dass die Wirtschaft in Fahrt kommt.

Lediglich die Finanzwelt wird dadurch aufgebläht. Insofern ist die Nominierung Yellens für Obama nichts anderes als eine Notlösung.

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