Werbung

Lobende Erwähnung

Steffen Schmidt über fehlende Preise für Experimentalphysiker

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Fast eine Stunde über die avisierte Zeit mussten die Journalisten in Stockholm diesmal auf die Bekanntgabe der Physik-Nobelpreisträger warten. Was beim Literatur- oder Friedenspreis eher normal ist, fiel in der Sparte Physik auf. Der Grund war offenbar nicht, dass die Vergabe an Higgs und Englert umstritten gewesen ist, sondern die Frage, wie man einen nicht vorgesehenen Dritten ehrt: die mehrtausendköpfige Physikermannschaft am Europäischen Forschungszentrum CERN, die 2012 überhaupt erst bewiesen hat, dass das Higgs-Teilchen mehr ist als ein Hirngespinst genialer Theoretiker. Das jedenfalls sagte das schwedische Akademiemitglied Anders Barany der Nachrichtenagentur AFP. Da man aus den riesigen Experimentierteams keinen Einzelnen habe auswählen können, habe man den Kompromiss gefunden, in der Nobelpreisbegründung die Forscher an den Detektoren ATLAS und CMS wegen ihrer Leistung beim Nachweis lobend zu erwähnen.

Für die Präsidentin der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Johanna Stachel, zeigt dies ein Grundproblem der Preiskonstruktion in der Gegenwart. In der Experimentalphysik ist es immer schwieriger, als einzelner Forscher im stillen Kämmerlein zu bahnbrechenden Ergebnissen zu kommen. Und Gruppen sind im Nobelstatut nun einmal nicht vorgesehen. Immerhin, am CERN kam auch das Lob gut an.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!