Kein Zweifel: Die Linkspartei ist regierungsfähig

Wolfgang und Elke Leonhard über Koalitionsoptionen, die SPD und Wahlen, die in der Mitte gewonnen werden

Wolfgang Leonhard (geboren 1921) ist Historiker und gilt als profunder Kenner der Sowjetunion und des Realsozialismus. Leonhard war Mitglied der Gruppe Ulbricht und wurde bekannt durch sein Buch »Die Revolution entlässt ihre Kinder«. Elke Leonhard (geboren 1949) saß von 1990 bis 2005 für die SPD im Deutschen Bundestag, von 1998 bis 2000 war die Publizistin dort Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien. Sie ist Ehrenpräsidentin der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft auf Lebenszeit. Mit den Leonhards sprach Karlen Vesper.

nd: Herr Leonhard, was sagen Sie als ehemaliger Kommunist und Dozent an der SED-Parteihochschule in Kleinmachnow zur Verweigerung der SPD, auf Bundes- und Landesebene mit den »Kommunisten«, sprich: der Linkspartei, eine Regierungskoalition einzugehen?

Das sind mehrere Komplexe in einer Frage. Erstens: Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Trotz vorhandener Sympathien war und bin ich kein Sozialdemokrat! Zweitens: Stichwort Kommunismus: Nur in Deutschland herrscht beim Umgang mit kommunistischen Politikern und Parteien eine Aufgeregtheit, ja Hysterie, die weit außerhalb dessen liegt, was seit einigen Jahrzehnten europäische Normalität ist. Wer käme auf die Idee, den angesehenen italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano zu stigmatisieren, weil er Kommunist war und offenbar auch - trotz mehrfacher Umbenennung seiner Partei - noch ist? Und drittens: Sie hat genügend ministrable Abgeordnete in ihren Reihen und beherrscht - da...

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