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Schauspieler von Transfer bedroht

Der Jugendschauspieler Ibrahema B. soll aus Berlin nach Dortmund transferiert werden. Er soll im Rahmen seines Asylbewerberverfahrens in die nordrhein-westfälische Stadt umziehen, da diese laut Zuständigkeitstabelle für ihn zuständig ist. Ibrahema B. ist im März aus Guinea nach Deutschland gekommen. Er ist festes Mitglied zweier großer Jugendtheatergruppen im JugendtheaterBüro (JTB) in Berlin.

Im Rahmen des ab heute im Haus der Kulturen der Welt (HKW) stattfindenden Jugendtheaterfestivals »Festiwalla« wird er in zwei Theaterproduktionen zu sehen sein: in der JTB-Produktion »Schwarzkopf BRD«, wo er auch Regie führt, und bei einer Peformance »Do Butterflies Have Borders?« des Tanz-Theater-Projektes mit Geflüchteten namens »Impulse«.

»In einer Zeit, in der Ibrahema jeden Tag mehrere Stunden mit Proben beschäftigt ist, bekommt er einen Transferbescheid«, meldete die Initiative »Grenzen-Los!« in einer Pressemitteilung. »Dass so eine Zuteilung erst nach über einem halben Jahr geschieht, ist kein Einzelfall, sondern alltägliche Schikane«, hieß es weiter. Der Guineer werde aus seinem Freundes- und Kunstkreis herausgerissen und erneut den Strapazen der Entwurzelung und des Fremdseins ausgesetzt. Maßnahmen dieser Art ließen die »allgegenwärtige Forderung nach Integration als Hohn erscheinen.«

Mit verschiedenen Aktionen, unter anderem bei den Aufführungen im HKW, wollen die Unterstützer den Transfer verhindern. Auch soll eine Petition eingereicht werden. nd

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