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Von Kohl und Möllemann zu Schröder

Die Geschichte deutscher Spendenskandale ist lang

Nichts wissen, nichts sagen und nichts tun: Selbst handfest kriminelle Parteispendenskandale haben in der Bundesrepublik Tradition - und oft so gut wie keine Konsequenzen.

Man muss gar nicht auf Friedrich-Karl Flick, seinen sauberen Adlatus Eberhard von Brauchitsch oder die zwielichtige »Staatsbürgerliche Vereinigung« der CDU schauen, um eine Idee von dem Schindluder zu bekommen, der mit Parteispenden üblich ist. Es genügt ein Blick auf jüngere Jahre, etwa den Helmut-Kohl-Komplex. Der CDU-Altkanzler, gegen den schon 1986 im Gefolge der Flick-Affäre wegen uneidlicher Falschaussagen ermittelt worden war, ist bis heute unerreicht in dieser Disziplin. Hartnäckig weigerte er sich 2001, vor einem weiteren CDU-Untersuchungsausschuss die Namen der Spender zu nennen, die ihm zwischen 1993 und 1998 insgesamt 2,1 Millionen Mark zugesteckt hatten. Doch niemand traute sich, gegen den »Kanzler der Einheit« vorzugehen.

Auch die zeitgleich aufgekommene Finanzaffäre der Hessen-CDU blieb ohne allzu drastische Folgen, obwo...


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