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Wenn der Student im Trabi pennt

Was man sich Nordrhein-Westfalen gegen die Wohnungsnot so alles ausdenkt

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Das nordrheinwestfälische Wissenschaftsministerium präsentierte unlängst eine Leistungsbilanz: 4000 Beschäftigte mehr an den Universitäten und Fachhochschulen, 125 000 Quadratmeter mehr Fläche für die Lehre durch Anmietungen und Neubauten. Und 2000 weitere Wohnheimplätze bis zum Jahr 2014, allerdings für über 11 000 Extra-Erstsemester-Studenten.

Stell dir vor, du wachst morgens mit dickem Schädel in einem Personenkraftwagen der Marke Trabant auf - der gewiss nicht dir gehört. Dann hast du entweder ein noch dickeres rechtliches Problem, oder du bist ein neuer Student in Bonn, die Kopfschmerzen stammen von der Erstsemesterparty am Vorabend und der Trabi ist derzeit deine Studentenbude. Bonn, von der stolzen Bundeshauptstadt zur Bundes- und Beethoven- sowie UNO- und Unistadt geschrumpft, bietet seinen neu ankommenden Studenten, was das Dach über dem Kopf betrifft, einen besonderen Service.

Die Erstsemester dürfen in aufgemotzten Eisenbahnwaggons nächtigen, in Wohnwagen im Retrodesign oder eben im Trabi mit Zeltvordach. Jedenfalls für den Übergang, bis sie eine dauerhafte Bleibe gefunden haben, sofern denn alles gut geht. 50 solcher stylischen Schlafstellen stehen in einer ehemaligen Lagerhalle bereit, zum Sonderpreis von 50 Euro pro Woche und Person inklusive Frühstück.

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