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Schwanengesang auf verlorene Welten

Nir de Volff und »Total brutal« fragen in »Diary of a Lost Decade«, wie die Berliner Partyszene die Krise verkraftet

  • Von Karin Schmidt-Feister
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf der Suche nach einem Ort, wo die Plätze mit Gold gepflastert sind, stranden fünf Menschen in einem Berliner Nachtclub: Katharina aus Oldenburg, Chris aus Australien, Florian aus Frankreich, Natalia aus Sao Paulo und Arie aus Tel Aviv. Magnetisch angezogen von den Verheißungen einer Metropole, die schon in den 1920ern mit Charleston und Flitterrevuen Krisenängste übertünchte, strampeln sie sich ab, hasten aneinander vorbei, liefern sich aberwitzige Wortgefechte und überdrehte Anmache-Szenarien. Die ewige Jagd nach Freunden und Geld treibt die Glückssucher in immer neue Amplituden von Kraft, Wut und Erschöpfung. Der seit 2004 mit seiner Compagnie »Total brutal« in Berlin wirkende israelische Choreograf und Performer Nir de Volff befragt in seiner neuesten Arbeit Prototypen der Berliner Partyszene.

Detailfreudig, temporeich und überraschend im Wechsel von Slapstick, Ernsthaftigkeit, augenzwinkernder Situationskomik und Härte ...


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