»Eine Zahnbürste ohne Borsten«

Konfliktarchäologe Marc Dewilde: Flanderns Boden steckt bis heute im Krieg

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

2014 jährt sich der Erste Weltkrieg zum hundertsten Mal. In vier Teilen berichtet unser Autor aus Flandern, dem Schlachtfeld Europas. Der heutige dritte Teil gilt dem faktisch letzten verbliebenen Zeugen - der Erde.

Vor fünfeinhalbtausend Jahren wurde im heutigen syrisch-irakischen Grenzgebiet die damals blühende Stadt Hamoukar ausgelöscht. Der Konflikt, der zu ihrem Ende und später zu Ausgrabungsfunden führte, gilt als erster bekannter Krieg der Menschheitsgeschichte. Auch das flandrische Ypern mit damals knapp 20 000 Einwohnern war vor dem Ersten Weltkrieg eine wohlhabende Stadt im Hinterland von Belgiens Küste. Die schmalen Häuser mit ihren Zierfassaden, vor allem aber die prächtige gotische Lakenhalle (Tuchhalle) von 1304 mit ihrem schlanken, 70 Meter hohen Glockenturm und dem später angefügten Rathaus bezeugten den im Textilhandel erworbenen Wohlstand.

Ypern sollte keine Gedenkruine bleiben

Schon am 22. November 1914, der Weltkrieg ist keine vier Monate alt, stehen Lakenhalle und Sint-Maartens-Kirche nach Beschuss der Deutschen in Flammen. Den Angreifern gelingt es bis Kriegsende vier Jahre später nicht, Ypern selbst einzunehmen....

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