Robert D. Meyer 26.10.2013 / Berlin / Brandenburg

Unverschuldet zwangsgeräumt

Polizei setzt umstrittene Räumung in Spandau durch/ Familie fühlt sich in Sippenhaft genommen

In Spandau wurde gestern wieder eine Familie zwangsgeräumt. Die Mieter selbst ließen sich nichts zuschulden kommen. Grund für die Räumung sind Straftaten des volljährigen Sohnes.

Am Ende geht die Sache schnell: Rainer P. und seine Frau verlassen um kurz nach zehn Uhr ihre Zweieinhalb-Zimmerwohnung im Loschwitzer Weg in Spandau. Der Gerichtsvollzieher steht schon einmal bereits zwei Stunden früher vor der Tür, um den Räumungstermin vor dem Eintreffen von Demonstranten über die Bühne zu bringen.

Doch die Noch-Mieter lassen sich nicht hetzen und den Gerichtsvollzieher bis zum offiziellen Termin warten. Währenddessen haben sich vor der in den 70er Jahren erbauten Wohnanlage etwa 40 Menschen versammelt, um gegen die Räumung zu protestieren. Rainer P. erträgt die Situation mit Fassung und dies, obwohl er nach eigenen Angaben schwerbehindert ist und nun nach zwölf Jahren in seiner Wohnung im Stadtteil Staaken auf der Straße sitzt. Zunächst will er bei Freunden unterkommen, wie er sagt.

Rainer P. und seine Frau haben sich selbst nichts zuschulden kommen lassen. Der Grund für die Räumung liegt nicht bei i...

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