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Lauk und Gauck und die Unternehmer

  • Von Roberto J. De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Dass es zu wenig Unternehmer in der Politik gibt, vernimmt man derzeit wieder öfter. Zuletzt beklagten sich darüber der christdemokratische Wirtschaftsrat und der Bundespräsident. Da schimmert auch die tiefe Sehnsucht nach einer Wirtschaftsregierung durch.

An den Jubel jener Tage im November vor zwei Jahren erinnere ich mich noch gut. Die neue italienische Regierung unter Mario Monti galt als »Kabinett der Fachleute« - und als solche erwartete man von ihr eine kompetente (Wirtschafts-)Politik. Die Technokraten würden es schon richten. Diese Konstellation war nicht als hilfloser Versuch von der Troika erpresst worden, sondern galt im Maastrichter Europa von jeher als Wunschlösung. Die Kompetenz von Wirtschaftsregierungen würde den Kontinent global wettbewerbsfähiger machen.

Dieser Glaube an Wirtschaftsregierungen ist weit verbreitet. In Österreich galt es für viele als gutes Zeichen, dass der Industrielle Frank Stronach in politische Gefilde preschte. Und als der Geschäftsmann und mehrfache Millionär Mitt Romney für die US-Präsidentschaft kandidierte, gab es auch in Old Europe genug Journalisten, die ihm aufgrund seines Berufes fachliche Qualitäten auf dem Feld der Wirtschaft anh...


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